Gedicht von einem Trainee

Seelenreise

Da hat sich was bewegt,
aus dem Innersten erregt,
die Seele in manche Teile zerlegt, so manchen Schatten hinweggefegt.

Oh Körper mein, Du sprichst mit mir, klopfst ungeduldig an die Tür, sind wir beide doch ein „Wir“,
für die Befreiung dank`ich Dir.

Schicht für Schicht schlägt sich empor, was versteckt war, schießt hervor, Töne fremd in meinem Ohr,
die tränenreich wie nie zuvor.

Aus dem tiefen Seelengrund erwachet licht, was einst war wund, tut lang Verborg`nes endlich kund und wird allmählich dann gesund.

Neu emporgehobener Schatz erfüllt das Herz, befreit vom Schmerz.

Es machte in der Seele Lärm,
doch wollt`ich mich dem nicht versperr ́n. Es flitzte durch ́s Gehirn,
es bohrte in der Stirn.

Vom Kopf bis in den Fuß, manchmal echt kein Genuss, manchmal eher ein Verdruss, und jetzt ist Schluss.

Da geht sie hin, die Seelenreise, hat sich gezeigt auf ihre Weise und war so gar nicht immer leise.

Da hat sich was bewegt, aus dem Innersten erregt…