FAQ – Ausbildung Energetische Körperpsychotherapie

Häufige Fragen

Alles Wichtige zur Ausbildung auf einen Blick

Fragen zur Ausbildung

Was ist Energetische Körperpsychotherapie?

Die Energetische Körperpsychotherapie ist eine von Sansara Eden und Sadhu Eden entwickelte körperpsychotherapeutische Methode. Sie entstand aus über 30 Jahren praktischer Erfahrung in der Begleitung von Menschen im einzeltherapeutischen, paartherapeutischen und gruppentherapeutischen Setting.

Die Methode verbindet Erkenntnisse der modernen Körperpsychotherapie mit der Trauma-, Bindungs-, Neurobiologie- und Nervensystemforschung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Verständnis des impliziten und expliziten Gedächtnisses.

Während belastende Erfahrungen bewusst erinnert werden können (explizites Gedächtnis), werden viele frühe emotionale Erfahrungen, Bindungserfahrungen und traumatische Erlebnisse im impliziten Gedächtnis gespeichert. Diese zeigen sich häufig in Form von Muskelspannungen, Körperhaltungen, unwillkürlichen Reaktionen oder wiederkehrenden Beziehungsmustern.

Die Energetische Körperpsychotherapie arbeitet traumatherapeutisch und körperorientiert. Ziel ist es, über den Körper Zugang zu unbewussten Erfahrungen zu gewinnen, die Selbstregulation des Nervensystems zu fördern und emotionale Entwicklungsprozesse anzustoßen und nachhaltig zu begleiten.

Für wen eignet sich die Ausbildung?

Die Ausbildung richtet sich an Therapeutinnen und Therapeuten, Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker, Coaches, Beraterinnen und Berater, Pädagoginnen und Pädagogen sowie Menschen aus sozialen, pädagogischen oder medizinischen Berufen, die ihre Kompetenzen erweitern möchten.

Ebenso willkommen sind Menschen, die bisher noch keine Erfahrung mit Körperpsychotherapie gemacht haben. Viele nutzen die Ausbildung zunächst als intensive Selbsterfahrung, lernen sich selbst auf einer tieferen Ebene kennen und entscheiden erst im Verlauf der Ausbildung, ob sie die Energetische Körperpsychotherapie privat oder beruflich anwenden möchten.

Wodurch unterscheidet sich eure Ausbildung von anderen Ausbildungen?

Die Energetische Körperpsychotherapie ist eine somatische Therapieform. Der Körper wird dabei als unmittelbarer Zugang zu emotionalen, psychischen und biografischen Erfahrungen verstanden.

Ein Schwerpunkt der Ausbildung liegt auf der direkten Arbeit mit dem Körper. Vermittelt werden unter anderem körpertherapeutische Techniken an Muskulatur, Bindegewebe und Faszien. Ebenso lernen die Teilnehmenden, unwillkürliche Körperimpulse, spontane Bewegungen, vegetative Reaktionen und emotionale Ausdrucksformen therapeutisch wahrzunehmen und zu begleiten.

Darüber hinaus arbeitet die Methode mit Atem, Stimme, Bewegung, Kontakt und therapeutischer Präsenz als wesentlichen Zugängen zum Menschen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die psychoemotionale Landkarte des Körpers. Sie beschreibt den Zusammenhang zwischen körperlichen Spannungsmustern, psychosomatischen Beschwerden und emotionalen Erfahrungen. Die Teilnehmenden lernen, diese Zusammenhänge zu erkennen und therapeutisch in ihre Arbeit einzubeziehen.

Die Ausbildung integriert die körperpsychotherapeutischen Ansätze von Wilhelm Reich sowie weitere moderne körperpsychotherapeutische Strömungen und verbindet diese mit aktuellen Erkenntnissen der Trauma-, Bindungs- und Nervensystemforschung.

Benötige ich therapeutische Vorkenntnisse?

Nein.

Therapeutische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Viel wichtiger sind Offenheit, Selbstreflexion und die Bereitschaft, sich auf neue Erfahrungen und persönliche Entwicklungsprozesse einzulassen.

Das Einführungsseminar bietet Dir die Möglichkeit, unsere Arbeitsweise kennenzulernen und herauszufinden, ob die Ausbildung zu Dir passt.

Wie läuft die Ausbildung ab?

Die Ausbildung dauert ein Jahr und umfasst zehn Präsenzseminare mit insgesamt 30 Ausbildungstagen und 272 Unterrichtseinheiten.

Theorie, Selbsterfahrung, praktische Übungen und Gruppenprozesse greifen kontinuierlich ineinander. Dadurch wird das Gelernte unmittelbar praktisch umgesetzt und Schritt für Schritt in die eigene therapeutische Arbeit integriert.

Die Ausbildung legt besonderen Wert darauf, fachliche Kompetenz, persönliche Entwicklung und therapeutische Haltung miteinander zu verbinden. Neben der Wissensvermittlung steht deshalb die Entwicklung einer authentischen therapeutischen Persönlichkeit im Mittelpunkt.

Wie viel Praxis ist in der Ausbildung enthalten?

Die Ausbildung ist sehr praxisorientiert aufgebaut.

Nach jedem theoretischen Abschnitt werden die Inhalte unmittelbar in Partnerübungen, Kleingruppen und therapeutischen Demonstrationen praktisch umgesetzt. Dadurch entwickeln die Teilnehmenden bereits während der Ausbildung Sicherheit im therapeutischen Arbeiten.

Zu jedem Seminar erhalten die Trainees ein ausführliches Skript mit etwa 25 bis 30 Seiten, das die wichtigsten theoretischen Inhalte, Übungen und Hintergründe zusammenfasst.

Zusätzlich werden sämtliche Fachvorträge als Audio- und Videoaufzeichnungen zur Verfügung gestellt. Dadurch können alle Inhalte jederzeit wiederholt und zwischen den Ausbildungsblöcken vertieft werden.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der kontinuierlichen Selbsterfahrung. Denn wir sind überzeugt, dass therapeutische Kompetenz nicht allein durch Wissen entsteht, sondern vor allem durch die persönliche Erfahrung der eigenen Prozesse.

Ist die Ausbildung wissenschaftlich fundiert?

Ja.

Die Ausbildung verbindet über 30 Jahre therapeutische Praxiserfahrung mit aktuellen Erkenntnissen der Körperpsychotherapie sowie der Trauma-, Bindungs-, Neurobiologie- und Nervensystemforschung.

Dabei beziehen wir unter anderem Erkenntnisse der modernen Traumaforschung, der Bindungstheorie, der Polyvagal-Theorie, der Neurobiologie sowie verschiedener körperpsychotherapeutischer Schulen in unsere Arbeit ein.

Unser Ziel ist es nicht, wissenschaftliche Erkenntnisse lediglich theoretisch zu vermitteln, sondern sie für die praktische therapeutische Arbeit verständlich und unmittelbar anwendbar zu machen.

Wie sind die Seminarzeiten?

Die Ausbildung findet berufsbegleitend statt.

  • Donnerstag14:00–18:30 Uhr
  • Freitag10:00–18:30 Uhr
  • Samstag10:00–17:00 Uhr

Durch diese Struktur lässt sich die Ausbildung sehr gut mit einer Berufstätigkeit oder dem Familienleben vereinbaren.

Was kostet die Ausbildung?

Die Kosten für die einjährige Ausbildung betragen 4.050 Euro.

Bei einer Einmalzahlung reduziert sich der Gesamtpreis auf 3.850 Euro.

Die Ausbildung umfasst zehn Seminarblöcke, umfangreiche Ausbildungsunterlagen, Audio- und Videoaufzeichnungen der Fachvorträge sowie eine intensive persönliche Begleitung während des gesamten Ausbildungsjahres.

Wir verstehen die Ausbildung nicht als kurzfristiges Seminar, sondern als eine nachhaltige Investition in die eigene Persönlichkeit, therapeutische Kompetenz und berufliche Zukunft.

Kann ich die Ausbildung in Raten bezahlen?

Ja.

Die Ausbildung kann bequem in zehn monatlichen Raten à 405 Euro bezahlt werden.

Uns ist wichtig, dass eine hochwertige therapeutische Ausbildung möglichst vielen Menschen zugänglich ist. Die Ratenzahlung ermöglicht deshalb eine flexible und gut planbare Finanzierung.

Was ist im Ausbildungspreis enthalten?

Im Ausbildungspreis enthalten sind sämtliche Ausbildungsseminare, umfangreiche Seminarunterlagen mit über 350 Seiten, alle Arbeitsmaterialien sowie warme und kalte Getränke und kleine Snacks während der Seminare.

Zu jedem Seminar erhalten die Teilnehmenden zusätzlich ein ausführliches Skript mit etwa 25 bis 30 Seiten.

Darüber hinaus stehen alle Fachvorträge als Audio- und Videoaufzeichnungen zur Verfügung. So können sämtliche Inhalte jederzeit wiederholt und zwischen den Ausbildungsblöcken vertieft werden.

Während der gesamten Ausbildung werden die Teilnehmenden von den Ausbildern sowie dem Assistenzteam intensiv begleitet und unterstützt.

Muss ich das Einführungsseminar besuchen?

Ja.

Das Einführungsseminar ist grundsätzlich Voraussetzung für die Teilnahme an der Ausbildung.

Es bietet Dir die Möglichkeit, unsere Arbeitsweise kennenzulernen, erste praktische Erfahrungen zu sammeln und in Ruhe zu prüfen, ob die Ausbildung Deinen Erwartungen und Deinem persönlichen Weg entspricht.

In begründeten Ausnahmefällen können entsprechende Vorkenntnisse anerkannt werden.

Was kostet das Einführungsseminar?

Das Einführungsseminar kostet 250 Euro.

Nach Eingang der Seminargebühr ist Dein Platz im Einführungsseminar verbindlich reserviert.

Das Einführungsseminar dient gleichzeitig dazu, unsere Arbeitsweise kennenzulernen und in Ruhe zu prüfen, ob die Ausbildung zu Dir passt.

Wenn Du Dich nach dem Einführungsseminar für die Ausbildung entscheidest, wird anschließend ein Ausbildungsvertrag abgeschlossen. Erst mit diesem Vertrag wird Dein Ausbildungsplatz verbindlich reserviert.

Gibt es Bildungsurlaub für die Ausbildung?

Ja.

Die Ausbildung ist vom Land Berlin als Bildungszeit (Bildungsurlaub) anerkannt.

Dadurch können viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Bildungsurlaub für die Teilnahme an den Ausbildungsseminaren beantragen.

Gerne unterstützen wir Dich bei Fragen zu den erforderlichen Unterlagen und den jeweiligen Voraussetzungen.

Welche berufliche Qualifikation benötige ich nach der Ausbildung?

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung kannst Du körperorientiertes Coaching, Selbsterfahrungsangebote sowie körperorientierte Begleitung im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen anbieten.

Wenn Du in Deutschland psychotherapeutisch oder traumatherapeutisch arbeiten möchtest, benötigst Du zusätzlich die Heilpraktikererlaubnis für Psychotherapie oder eine andere gesetzlich anerkannte therapeutische Berufszulassung.

Die Überprüfung zur Heilpraktikerin oder zum Heilpraktiker für Psychotherapie wird von den zuständigen Gesundheitsämtern durchgeführt und kann bundesweit abgelegt werden.

Rund 90 Prozent unserer Trainees entscheiden sich nach der Ausbildung für diesen Weg. Viele eröffnen anschließend ihre eigene Praxis oder integrieren die Energetische Körperpsychotherapie erfolgreich in ihre bereits bestehende therapeutische Tätigkeit.

Andere absolvieren die Ausbildung zunächst ausschließlich zur persönlichen Weiterentwicklung und entscheiden sich erst zu einem späteren Zeitpunkt für die Heilpraktikerprüfung.

Persönliche Fragen zur Ausbildung

Muss ich mich während der Ausbildung ausziehen?

Nein.

Die gesamte Ausbildung findet in bequemer, bewegungsfreundlicher Kleidung statt.

Auch in der späteren therapeutischen Arbeit sind Klientinnen und Klienten grundsätzlich bekleidet. Die körpertherapeutische Arbeit erfolgt stets achtsam, professionell und mit großem Respekt vor den persönlichen Grenzen jedes Menschen.

Wie viel Körperkontakt gibt es in der Ausbildung?

Da es sich um eine körperpsychotherapeutische Ausbildung handelt, spielt Körperkontakt eine wichtige Rolle.

Berührung gehört zu den ursprünglichsten Formen menschlicher Kommunikation und kann – fachgerecht und traumasensibel eingesetzt – eine wichtige Ressource für Regulation, Sicherheit und Lebendigkeit sein.

Gleichzeitig achten wir sehr darauf, dass Körperkontakt niemals selbstverständlich ist. Jeder Mensch hat unterschiedliche Erfahrungen, Grenzen und Bedürfnisse. Deshalb werden mögliche Ambivalenzen oder Unsicherheiten im Kontakt respektvoll wahrgenommen und traumasensibel begleitet.

Unser Ziel ist nicht möglichst viel Berührung, sondern ein bewusster, sicherer und professioneller Umgang mit Körperkontakt.

Kann ich Übungen jederzeit ablehnen?

Ja.

Jede Übung ist freiwillig.

Ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung besteht darin, die eigene Selbstwirksamkeit zu stärken. Dazu gehört auch, die eigenen Grenzen wahrzunehmen, sie mitzuteilen und ein klares Nein aussprechen zu dürfen.

Wir verstehen das nicht als Störung des Prozesses, sondern als einen wichtigen Teil persönlicher Entwicklung und therapeutischer Kompetenz.

Was passiert, wenn während der Ausbildung starke Gefühle auftauchen?

Emotionale Prozesse gehören zu einer körperpsychotherapeutischen Ausbildung dazu.

Wenn intensive Gefühle entstehen, verstehen wir dies häufig als Ausdruck eines inneren Verarbeitungs- und Regulationsprozesses. Emotionen, die möglicherweise über viele Jahre gebunden oder unterdrückt waren, können in einem sicheren Rahmen bewusst erlebt und integriert werden.

Diese Prozesse werden von den Ausbilder*innen, den Assistentinnen und Assistenten sowie von der gesamten Gruppe achtsam begleitet.

Niemand wird mit seinen Erfahrungen allein gelassen.

Muss ich sportlich oder besonders beweglich sein?

Nein.

Sportlichkeit oder besondere Beweglichkeit sind keine Voraussetzung.

Im Gegenteil: Viele Menschen bringen nach belastenden Lebensereignissen oder traumatischen Erfahrungen körperliche Schutzmuster mit. Wilhelm Reich bezeichnete diese chronischen Muskelspannungen als Charakterpanzer.

Diese Schutzmechanismen sind keine Schwäche, sondern ursprünglich sinnvolle Überlebensstrategien des Organismus.

Die Ausbildung setzt deshalb keinerlei sportliche Voraussetzungen voraus und holt jeden Menschen dort ab, wo er sich gerade befindet.

Kann ich teilnehmen, wenn ich selbst traumatische Erfahrungen gemacht habe?

Ja.

Viele Menschen interessieren sich gerade deshalb für Körperpsychotherapie, weil sie selbst Erfahrungen mit belastenden Lebensereignissen gemacht haben.

Das Einführungsseminar bietet die Möglichkeit, die Arbeitsweise kennenzulernen und gemeinsam wahrzunehmen, wie Dein vegetatives Nervensystem auf diese Form der therapeutischen Arbeit reagiert. So lässt sich gut einschätzen, ob der Zeitpunkt für die Ausbildung passend ist.

Da unsere Arbeit traumatherapeutisch ausgerichtet ist, verfügen wir über viel Erfahrung darin, Menschen mit unterschiedlichen Belastungsgeschichten achtsam und professionell zu begleiten.

Wie sorgt ihr für Sicherheit während der Ausbildung?

Ein Gefühl von Sicherheit bildet die Grundlage jeder tiefgehenden therapeutischen Arbeit.

Deshalb legen wir großen Wert auf einen respektvollen, wertschätzenden und traumasensiblen Umgang miteinander.

Die Ausbildung wird von zwei erfahrenen Ausbilder*innen sowie zwei Assistent*innen begleitet. Dadurch besteht jederzeit die Möglichkeit, individuelle Prozesse angemessen aufzufangen und zu begleiten.

Niemand wird zu Übungen gedrängt oder über persönliche Grenzen hinweggeführt.

Unser Ziel ist es, einen geschützten Raum zu schaffen, in dem persönliches Wachstum, Selbsterfahrung und therapeutisches Lernen gleichermaßen möglich sind.

Was versteht ihr unter einem Charakterpanzer?

Der Begriff Charakterpanzer geht auf den Arzt und Körperpsychotherapeuten Wilhelm Reich zurück.

Er beschreibt chronische Muskelspannungen und körperliche Schutzmuster, die sich im Laufe des Lebens – insbesondere nach belastenden oder traumatischen Erfahrungen – entwickeln können.

Was ursprünglich dem Schutz des Menschen diente, kann später dazu führen, dass Gefühle, Lebendigkeit, Spontaneität oder zwischenmenschlicher Kontakt eingeschränkt werden.

Die Energetische Körperpsychotherapie versteht diese Schutzmechanismen nicht als Fehler oder Krankheit, sondern als intelligente Anpassungsleistungen des Organismus.

In der Ausbildung lernst Du, solche Muster zu erkennen, ihre ursprüngliche Funktion zu verstehen und Menschen dabei zu begleiten, wieder mehr Lebendigkeit, Beweglichkeit und Selbstregulation zu entwickeln.