Psychotherapie Ausbildung

Energetische Körperpsychotherapie:
Eine Synthese aus Psychotherapie Ausbildung & Körpertherapie Ausbildung

Die neurobiologische Sicht auf die Psychotherapie

 

Psychotherapie AusbildungWieso kombinieren wir die Psychotherapie Ausbildung mit körpertherapeutischen Techniken? Nach 20 Jahren therapeutischer Erfahrung können wir mit Gewissheit sagen, dass die Synthese aus psychotherapeutischen und körpertherapeutischen Techniken tiefgreifende Veränderungsprozesse bei uns Menschen bewirken. Wieso? Jegliche psychotherapeutische Techniken, Gespräche und Interventionen richten sich aus neurobiologischer Sicht bei uns Menschen auf den Neocortex und auf die Verschaltung zum limbischen System. Einfacher ausgedrückt ist der Neocortex unser kognitives Gehirn oder unser Verstand. Mit unserem Verstand entwickeln wir Menschen die Fähigkeit zu verstehen, Begriffe zu bilden, logische Schlussfolgerungen zu ziehen, zu urteilen und zu denken. Die Hirnforschung hat heutzutage bewiesen, dass die Denkentwicklung bei uns Menschen im Neocortex entsteht und auch von dort aus gesteuert wird. Die Psychotherapie Ausbildung vermittelt Techniken, die sich auf den Neocortex und seine Verbindung zum limbischen System konzentrieren.

Der Neocortex ist direkt mit dem limbischen System verschaltet. Das limbische System kann aus neurobiologischer Sicht auch als emotionales Gehirn bezeichnet werden. Während der Neocortex uns eine situationsangemessene Handlungssteuerung erlaubt, dient das limbische System zur Verarbeitung von Gefühlen. Erst die Verschaltung von den beiden Gehirnarealen erlaubt uns die Wahrnehmung von Gefühlen und macht uns diese bewusst. Der Neocortex stellt für uns Gefühle, die aus dem limbischen System kommen, in einen größeren Kontext und macht sie somit bewusst. Grundsätzlich beeinflussen wir also unser emotionales Erleben durch die Gedanken, die wir uns über unsere Emotionen bilden. Genau in diesem Zusammenhang sind psychotherapeutische Gespräche und Techniken sehr wertvoll. Unsere Psychotherapie Ausbildung fokussiert auf diese neurobiologischen Zusammenhänge. Dabei sind uns systemische, humanistische und hypnotherapeutische Ansätze sehr wichtig.

Die neurobiologische Sicht auf die Körpertherapie

“Obwohl wir uns auf eine hochdifferenzierte verbale Sprache stützen, beruhen viele unserer wichtigsten Begegnungen im Tanz des Lebens auf der wortlosen Sprache des Körperausdrucks”- Peter Levine – Sprache ohne Worte- Die Botschaften unseres Körpers verstehen

Ein dritter wesentlicher Teil unseres Gehirns ist der Hirnstamm und der Hypothalamus. Einfacher bezeichnet als das Reptiliengehirn. Dieser Teil unseres Gehirns entwickelt sich zum größten Teil vor unserer Geburt und ist zuständig für die autonome Aufrechterhaltung des inneren Körpermilieus. Das Reptiliengehirn steuert alle zentralen Vorgänge und überlebensnotwendige Systeme in unserem Körper und unserem Gehirn. Es bildet neuronale Netzwerke heraus, die vorgeburtlich und vorsprachlich entstehen. Entwicklungsgeschichtlich ist dies der älteste Teil unseres Gehirns. Der Hirnstamm und der Hypothalamus sind Bereiche unseres Gehirns, die durch eine psychotherapeutische Gesprächstherapie nicht angesteuert werden können. Die Gesprächstherapie bezieht sich im Wesentlichen auf den oben genannten Neocortex und das limbische System.

Wie entwickelt sich ein Trauma?
Ein Trauma entsteht dann, wenn die natürlichen, vegetativen Regulationsmechanismen unseres Körpers nicht ausreichen, um die durch das traumatische Erleben entstandene Schockreaktion, also die Erstarrung und Lähmung unseres Systems wieder aufzulösen. Die überschießende Reaktion unseres Nervensystems kann sich nicht ausbalancieren und die kinetische Energie, die für den Angriff oder die Flucht bereit gestellt wurde kann sich nicht entladen. Unser Körper bleibt alarmiert und hält den erhöhten Stresspegel aufrecht. Er reagiert also genauso, als sei er noch in Lebensgefahr. Dieser dauerhafte Erregungs- und Anspannungszustand verbraucht jede Menge Energie und lässt sich auf Dauer nicht aufrecht halten. Dafür kennt unser System nur eine Lösung, nämlich in die totale Erschlaffung und Antriebslosigkeit zu gehen. Deshalb schwanken Traumatisierte oft zwischen Übererregung und Antrieblosigkeit oder zwischen Euphorie und Todessehnsucht.

Die Traumata lassen im Reptiliengehirn emotionale Reaktionsmuster entstehen, die bei ähnlichen Situationen/ Gefahren schnell abgerufen werden können, um den Organismus zu beschützen. Die emotionalen Reaktionsmuster entstehen sehr schnell und sind affektiv. Sie sind schneller als der bewusste Verstand, weil der Organismus keine Zeit hat über eine Gefahrensituation neu nachzudenken.

Wenn dieser Teil unseres Gehirns viele emotionale Reaktionsmuster aufgrund von Traumata gespeichert hat ist es quasi dauerhaft in einem Alarmzustand und lässt chronischen Stress entstehen. Über spezielle körpertherapeutische Techniken und atemtherapeutischer Interventionen kann beim Menschen das Reptiliengehirn angesteuert und entspannt werden. Dies führt häufig zu starken emotionalen Entladungen und einer befreienden Katharsis, die darauf in eine tiefe Entspannung mündet.

Um tiefgreifende Traumata therapeutisch behandeln zu können sind körpertherapeutische Techniken essentiell. Die körpertherapeutischen Interventionen haben eine starke Wirkung auf den Hirnstamm und den Hypothalamus.

Die Synthese aus Psychotherapie und Körpertherapie

Die voran geschriebenen Ausführungen verdeutlichen, dass aus neurobiologischer Sicht eine Therapie nur dann ganzheitlich ist, wenn alle Gehirnareale angesteuert werden. Gerade die Kombination dieser beiden Verfahren ist sinnvoll, um den Menschen in einen tiefgreifenden Prozess der Transformation zu begleiten. Wir haben häufig die Erfahrung gemacht, dass eine reine Körpertherapie nicht ausreichend wirksam ist. Die körperliche und emotionale Katharsis muss durch einen kognitiven Prozess begleitet werden, weil der Mensch sonst keine nachhaltigen therapeutische Ergebnisse erzielen kann. Die Körpertherapie hilft zwar tiefgreifende Spannungen abzubauen und Körperhaltungen zu korrigieren. Sie ersetzt aber nicht die Erkenntnisprozesse, die durch psychotherapeutische Techniken bewirkt werden und neue korrigierende Entscheidungen mit sich bringen.

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